06.03.-08.03.2009 – 6ème Meeting Lémanique
Begonnen hat der Tag, an dem Romano (SCSO) und Ich (Fritz) nach
Montreux fuhren, wie jeder andere auch. Romano verbrachte den Morgen in
der Schule, Ich bei der Arbeit. Vom Mittag an änderte sich der Tag
allerdings, denn am Nachmittag machten wir uns auf den Weg nach
Montreux, wo Romano am Wochenende einen Wettkampf zu bestreiten hatte.
Nach rund 1,5 Stunden trafen wir dann in Montreux ein. Romano verliess
sich bei unserer Hotelsuche auf seine, von Map-Search zur Verfügung
gestellten, Kartenausschnitte. Dadurch verlängerte sich unser Weg zum
Hotel allerdings um rund 5 Minuten, da wir aufgrund der ungenauen Karten
praktisch ums Hotel liefen… Das Einchecken erwies sich dann als
nicht-ganz-so-schwer, obwohl der Dialog auf Französisch abgehalten
wurde.
Denn was Romano nicht verstand, verstand Fritz, und umgekehrt. Dann
wollten wir uns auf den Weg zum Hallenbad machen. Wir waren etwas im
Stress, da Romano meinte dass der Zug um 16:54 eintreffen sollte. Was er
allerdings beim Studieren des Fahrplanes "nicht beachtete", war, dass
dieser Zug um diese Zeit nur jeweils an den Wochenenden fährt -.- Somit
konnten wir weitere 25 Minuten auf den nächsten Zug warten. Diese
Zwischenzeit verbrachten wir in einem naheliegenden Coop, in welchem das
Wort "Gemütlichkeit" eine ganz neue Bedeutung bekam. Alleine an der
Kasse (vor uns 3 Kunden, die nicht mehr als drei, maximal vier Dinge
einkauften) verbrachten wir mehr als 15 Minuten!! Ist hier wohl völlig
normal, dass man zuerst alles einpackt und erst dann das Portemonnaie
hervor nimmt zum Zahlen... Naja, egal.
Schlussendlich reichte es uns noch knapp auf den Zug (kaum zu glauben,
für etwas zu Trinken und ein Zvieri benötigten wir beinahe 20 Minuten im
Coop!!) Zwei Haltestellen später stiegen wir wieder aus und machten uns
auf, das Hallenbad zu suchen.
Die Suche zögerte sich etwas hinaus, da wir eigentlich nach einer
Haltestelle aus dem Zug sollten... Entsprechend passte Romanos
Kartenausschnitt nicht wirklich zu den Strassennamen...(Lol^^)
Als wir dann, ungefähr eine Stunde später, im strömenden Schneeregen
endlich das Hallenbad fanden, mussten wir zusehen, dass wir auch ins
Wasser gehen konnten. Denn das Bad war für die Öffentlichkeit gesperrt
und die Helfer waren dabei, das Bad für den Wettkampf herzurichten. Da
wir nicht gerade fliessend Französisch sprechen, mussten wir beim Fragen
für zum Trainieren etwas improvisieren:“ Est-ce qu’il est possible que
nous chöi go schwümme?“ ... Geklappt hat's schlussendlich dann doch :D
Das Hallenbad selber war eigentlich modern eingerichtet, nur die
Umkleidegarderoben waren wohl noch aus dem zweiten Weltkrieg…
Richtig froh war Ich, als ich dann endlich mal wieder jemanden hörte,
der Deutsch spricht. Der Schwimmverein beider Basel war mittlerweile
auch eingetroffen, genau so wie eine Schwimmerin vom FTAL und die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom SKBE (Schwimmklub Bern).
Nach dem Training gingen wir noch im Restaurant beim Hotel Abendessen
und machten uns dann auf ins Hotel.
Der zweite Tag in Montreux begann schon einmal gut, denn die Betten
im Hotelzimmer waren äusserst bequem; „Ich glaube ich war schon lange
nicht mehr so entspannt“ – meinte Romano. Nach einem ausgewogenen
Frühstück im Hotel, machten wir uns auf den Weg ins Hallenbad. Nach der
gestrigen Wanderung wussten wir heute zumindest gleich, wo wir hinlaufen
mussten.
Im Hallenbad gab’s dann schon die erste Hürde zu meistern: „Wo findet die
Mannschaftsführersitzung statt??“ – fragte ich mich. Im Gespräch mit den
Trainern von Uetendorf und Bremgarten erfuhr ich dann wo sie war. Wir
machten uns gleich alle auf den Weg dorthin. Romano absolvierte
derweilen das Einschwimmen.
Die Sitzung wurde natürlich auf Französisch abgehalten, was aber nicht
weiter schlimm war. Denn gesagt wird meist ungefähr das gleiche. Und so
war es dann auch. Einzig für das Mittagessen musste ich nochmals
nachfragen, was sich als weitere Hürde erwies.
Um 09:00 Uhr begann dann der Wettkampf. Romano schwamm in seinen
Disziplinen jeweils eine Bestzeit, für die Limiten an der
Schweizermeisterschaft hat’s leider nicht ganz gereicht… Das Mittagessen
nahmen wir auf Empfehlung des Organisators in einer Kantine ein. Hierfür
mussten wir ausserhalb des Hallenbades in ein Altersheim laufen. Nach
dem Essen machten wir uns auf zum Hotel und hielten eine Siesta, da
Romano erst um ca. 15:30 Uhr mit 50m Rücken an den Start musste. Auch
hier holte er eine Bestzeit, er verfehlte die Limite aber um etwas mehr
als einer Sekunde…
Am Abend machten wir uns dann auf den Weg in die Stadt Montreux. Die
Sonne war bereits am untergehen. Da es leider Samstag war, hatte in
Montreux auch praktisch kein Geschäft mehr offen um diese Uhrzeit (18:10
Uhr). In einer Pizzeria assen wir dann Spaghetti zum „Znacht“.
Der letzte Tag begann eigentlich wie der zweite. Es gab nur einen
Unterschied. Denn an diesem Morgen mussten wir all unsere Sachen schon
wieder gepackt haben und auch gleich aus dem Hotel auschecken, da es
bereits um 10:00 Uhr für die nächsten Gäste hergerichtet wurde. Romano
packte bereits am Vorabend, damit er noch Frühstücken konnte, Ich packte
erst am Morgen, da ich damit rechnete, dass es an der
Mannschaftsführersitzung wieder Tee und Gipfeli gab. Doch soweit sollte
es nicht kommen.
Irgendwie hatten wir es nicht so mit Fahrplänen und Karten an diesem
Wochenende… Am Freitag warteten wir auf einen Zug, de erst am Samstag
fuhr und irrten eine Stunde um die Gegend von Montreux und suchten das
Hallenbad, weil wir an der falschen Haltestelle ausgestiegen sind. Wie
sagt man so schön? „Alle guten Dinge sind drei“. Auch wenn ich nicht
wusste, was daran gut sein soll. Denn am heutigen Sonntag wollten wir um
08:00 Uhr mit dem Bus zum Hallenbad fahren, merkten dann aber, dass
dieser Bus sonntags erst um 08:10 Uhr fährt. Das Problem dabei war, dass
die Mannschaftsführersitzung um 08:15 Uhr hätte stattfinden sollen und
Ich dadurch zu spät kam. Um 08:16 Uhr stand ich dann im Restaurant, wo
die Sitzung eigentlich hätte stattfinden sollen. Doch weder von den
Schiedsrichtern und Helfern, noch von den anderen Trainern war eine Spur
zu sehen. „Die werden wohl früher angefangen haben“ – dachte ich mir und
ging ins Hallenbad. Später fand ich heraus, dass es gar keine Sitzung
gab. (SKBE, UET und SVB wussten auch nichts von einer Sitzung).
Romano zog sich derweil um und machte sich fürs Einschwimmen fertig.
Nach gut 800 Metern absolviere er noch einige Sprints für die Präzision
von Start und Unterwasserphase. Anschliessend konnten wir wiederum 2
Stunden warten bis er sein erstes Rennen (100Cr.) bestreiten konnte. Am
heutigen Tag trafen wir zudem auch auf alte Bekannte vom Schwimmverein
Emmen (SVE).
Dann nach seinem Rennen warteten wir noch ca. 30 Minuten und machten
uns anschliessend schon auf den Weg zum Mittagessen im Altersheim. Heute
waren wir im Vergleich zu gestern ca. 15min. später dort, was zeitlich
gesehen folgen hatte. Denn gestern konnten wir gleich das Mittagessen
beziehen, heute gab es eine lange Warteschlange. Das warten lohnte sich
aber, denn das Essen war lecker. Am Nachmittag bestritt Romano noch die
zwei anderen Disziplinen 100m De und 50m Cr.
Nach seinen Rennen verabschiedeten wir uns von den Andern und machten
uns auf den Weg nach Lausanne, wo wir in der Pizzeria, in der Ildi mit
den Mädels im November an der Kurzbahnschweizermeisterschaft war, zu
Abend assen. Romano wollte nicht auf meine Vorwarnung hören, dass eine
Pizza hier sehr gross ist und ass auf der Fahrt im Zug „Chrömli“. Als
die Pizza dann aber gebracht wurde, musste er nach ca. 5/6
„kapitulieren“, wie er selber sagte.
Nun machten wir uns auf zum Bahnhof Lausanne, wo wir in den ICN nach
Solothurn einstiegen.
Fazit:
Das Wochenende war eine interessante und tolle Erfahrung. In einer
fremden Stadt mit einer Sprache verständigen, die einem nicht besonders
liegt, in einem Hotel übernachten und auch der Wettkampf, an dem
hauptsächlich französische Vereinen teilnahmen, waren eine tolle Sache.
Auch die Tatsache dass jeweils ein Trainer und ein Schwimmer an einen
Wettkampf gehen, war interessant und toll.
