Australia 21.09.09-16.10.09
Am 21.09.09 war es soweit! Es hiess für einen Monat Abschied nehmen von meiner Familie und meinen Kollegen, denn pünktlich um 23:55 Uhr startete ich mit Qantas von Frankfurt via Singapur nach Sydney. Normalerweise dauert ein Flug ins Land der Naturwunder gute 21 Stunden, doch in meinem Fall dauerte dieser ganze 29 Stunden aufgrund des Jahrhunderts-Sandsturms, welcher in Sydney tobte. Nach einem hübschen Aufenthalt in Melbourne bei welchem man die Maschine nicht verlassen durfte, kam ich dann um 12:00 Uhr total erschöpft in Sydney an. Doch zum Glück ist Verlass auf gute Kollegen, denn pünktlich um 13:10 Uhr wurde ich von Donald Cameron am Flughafen abgeholt, nachdem ich alle mühsamen Incoming-Kontrollen überstanden hatte. Die ersten 1 ½ Wochen verbrachte ich in Sydney bei Kollege Donald und seinen gastfreundlichen Mitbewohner Aman und Peter. Wir besuchten unter anderem das Opera House, die Royal Botanic Gardens, das Maritime Museum, den Featherdale Wildlife Park und viele andere tolle Dinge.
Zum Andern durfte ich die Erfahrung sammeln mit dem Schwimmteam „ Epping Bullets“ zu trainieren. Das Schwimmniveau in Australien ist sehr hoch. Ein 14-jähriges Mädchen schwimmt über 100m Freistil eine gute 1:00.00 und die Herren im selben Alter um 56.00s. Die „Epping Bullets“ werden von einem Profitrainer gecoacht, was ebenfalls für mich zur Folge hatte, pro Trainingseinheit gute 18 AUD zu bezahlen. Hier zum Thema Proficoach:
Nehmen wir mal an ein Proficoach hier in unserem Club hätte einen Monatsgehalt von guten 4000 CHF. Das sind im Jahr mindestens 48`000 CHF, welcher der Verein für den Gehalt des Profitrainers aufwenden müsste. Teilen wir diesen Betrag durch die aktiven 80 Schwimmer, müsste sich jeder Athlet mit satten 600 CHF am Coach beteiligen. Nun jetzt stellt sich noch eine weitere Frage. Welche Schwimmer kämen in den Genuss vom Proficoach trainiert zu werden? Das wären wohl maximal 15 Schwimmer. Diese Idee scheint mir sehr unrealistisch zu sein.
Nach 1 ½ Wochen Sydney ging`s dann mit dem Flugzeug weiter nach Mackay via Brisbane. Von Mackay aus fuhr ich mit dem Greyhound nach Airlie Beach, wo ich eine gute Woche mit tropischem Klima verbrachte. Ein wunderschöner Sandstrand liegt vor Airlie Beach, welcher einem für ein Sonnenbad einlädt. Airlie Beach ist der Ort, von welchem man mit dem Schiff auf die 74 Whitsunday Islands gelangen kann. Diese liegen direkt am Great Barrier Reef. Deshalb unternahm ich zwei Tagesausflüge. Der eine führte mich auf eine Wilderness Tour auf Hook Island und die andere an den weissesten Sandstrand der Erde – den Whitehaven Beach. Zudem kam ich zum Genuss im Great Barrier Reef mehrmals zu schnorcheln. Fantastische Bilder, welche nie in Vergessenheit gelangen. Jeden Tag durfte ich zu meinem Glück bei besten Wetterbedingungen trainieren.
Nach dieser Sommerwoche ging`s zurück nach Sydney, wo ich zwei Tage verbrachte, bevor es nach Alice Springs ging. In Sydney trainierte ich nochmals mit den „Epping Bullets“ und durfte bei Don wohnen.
In Alice Springs, im Outback Australiens, konnte ich natürlich für gute drei Tage nicht trainieren, denn ich war im Nirgendswo…in der roten Wüste Australiens! Von Alice Springs aus unternahm ich die Uluru-Tour, welche mich zu den Olgas und dem Ayers Rock führte. Sie dauerte gute 18 Stunden und war ein Erlebnis, welches nie aus meinen Erinnerungen entfliehen kann. Unglaublich!
Am Tag darauf flog ich wieder zurück nach Sydney und feierte vor meinem Abflugtag in die Schweiz noch Dons 20. Geburtstag. Dies war mein letzter ganzer Tag in Australien bevor es wieder zurück in die kalte Schweiz ging.
Romano Mombelli